Mittwoch, 7. Oktober 2009

05.10.09

Tagesprogramm:

8:00 Uhr: Abfahrt zum Shark Observatory

10:00 Uhr: Schnrcheln am Shark Obeservatory

12:00 Uhr: Rückfahrt zum Zelt

14:00 Uhr: Fossilien sammeln

16:00: Feierabend

Wetter: durchgehend sonnig, ca. 32° C, wenig Wind, kaum Wellengang

Gezeiten: Hochwasser: 06:36 Uhr Niedrigwasser: 12:55 Uhr Hochwasser: 18:45 Uhr

Nach einer angenehmen Nacht in, bzw. vor den kleinen Beduinen-Zelten fuhren wir um acht Uhr mit 4 Jeeps zum Shark Observatory. Von dort aus genossen wir die Aussicht über Sharm el Sheik und die Korallenriffe. Im Anschluss packten wir unser Schnorchel- Equipment aus und begaben uns ins Wasser. Die uns gestellten Aufgaben haben wir mit Hilfe unseres Klemmbretts und der Bestimmungstafel für die marinen Organismen bearbeitet. Dieser Schnorchelgang dauerte ca. 1 Stunde.

Nachdem wir aus dem Wasser gekommen sind und uns umgezogen hatten, wurden 2 weitere Talks abgehalten. Melanie hielt einen Vortrag über „Riffe und Riffbildner in der Erdgeschichte“ und ging auf die einzelnen Organsimen ein, die seit dem Präkambrium Riffe aufbauen. Nach dem Vortrag berichtete uns Sebastian etwas über „Fossile Korallenriffe im Golf von Aqaba, deren Zonierung und Gemeinschaften“ und forderte zur Diskussion des Themas auf.

Um 12 Uhr fuhren wir in Richtung Homebase zurück und machten einen kurzen Stopp an einem Salzsee. Dort betrachteten wir die schönen kubischen Salzkristalle und Prof. Wörheide erklärte wie solch ein Sabkha entsteht.

Nach dem Mittagessen (welches vorzüglich war!) und einer kurzen Pause schwärmten wir aus um Fossilien in der Nähe der der Homebase zu suchen. Jeder von uns wurde schnell fündig und wir konnten nach ca. 30 Min. ca. 50 fossile Korallen und Mollusken finden. Herr Prof. Wörheide erklärte Fazies, Korallen und Echinodermen, Herr Prof. Haszprunar erklärte die Art und den Faziesraum der gefundenen Mollusken-Fossilien.

Nach der Besprechung der Fossilien war um 16:12 Uhr Feierabend und ein Teil der Studenten ging zum Schnorcheln, oder widmete sich dem Uno- Kartenspiel.

04.10.2009

Tagesablauf: 6:00 Uhr Treffpunkt DMRC

6:40 Uhr Abfahrt nach Ras Mohammed

9:00 Uhr Ankunft in Ras Mohammed mit darauffolgenden Vorträgen

10:00 Uhr Schnorchelgang

12:00 Uhr weitere Vorträge

13:00 Uhr Lunch

14:00 Uhr Mangrove Channel

16:00 Uhr Wiederankunft in der Unterkunft

20:00 Uhr Abendessen und freie Zeit

Wetter: durchgehend warm, sonnig, ca. 27°C, wenig Wind

Gezeiten: Vollmond; Low Tides um 01:04 Uhr und 13:17 Uhr; High Tides um 07:19 Uhr und 19:27 Uhr

Details:

In Herrgottsfrühe geht es los: Treffen um 6:00 Uhr im DMRC.

Nachdem jeder sein unglaublich leckeres und ebenso nahrhaftes Lunchpaket heruntergeschluckt hat, und alle nochmal auf der Toilette waren, geht’s los – zu ägyptischer Zeit wohl gemerkt, also 40 min später.

Aufgeteilt auf vier Jeeps fahren wir gen Ras Mohammed. Am Checkpoint müssen wir sogar nur eine viertel Stunde warten, bis alle Pässe durchblickt sind.

Angekommen nach ca. 1,5 h Fahrt sind wir dann so gegen 9:00 Uhr. Die Unterkunft: vier Ständer und ein Palmendach, bestückt mit drei Decken. Allgemeines Raunen, bei dem einen positiv, bei dem anderen negativ.

Mit leckerem ägyptisch-schwarz-gesüßtem Tee vorübergehend gestärkt – sofern man ihn sich nicht über den Fuß schüttet – geht es dann zu zwei Vorträgen über.

Zuerst erzählt uns Astrid etwas über die Botanik von Korallenriffen: Biodiversität, Ökologie und Funktion. Dabei spielen v.a. Algen eine wichtige Rolle für die Erhaltung und Struktur von Riffen. Rotalgen z.B. verfestigen Riffe, ebenso Grünalgen. Auch Zooxanthellen, Zoochlorellen und Cyano-Bakterien spielen eine Rolle. Seegras dient als Detritusgrundlage.

Miriam spricht über korallenzerstörende Organismen. Besonders problematisch ist die Dornenkrone, ein Seestern, der ganze Riffabschnitte zerstören kann auf Grund seiner Gefräßigkeit. Aber auch nahrungssuchende Fische und solche Organismen, die ihre Wohnung in Korallen anmieten – z.B. Bohrschwämme oder einige Muscheln – tragen ihren Teil dazu bei. Ein Übriges geben Krankheiten dazu. Tumore, die Weißband- und die Schwarzbandkrankheit.

Frisch ans Werk geht es gegen 10:00 Uhr, bestückt mit Schnorchelausrüstung ab ins Wasser. Aufgabe: Suche nach Algen – egal welcher Farbe – und der Schnecke Drupella. Das herrliche Riff hat einiges zu bieten, so auch zwei Blaupunktrochen und weitere sehr große Fische, u.a. ein Barsch, wenngleich die Algensuche dabei bei manchen Buddyteams auf der Strecke bleibt.

Wieder aus dem Wasser geklettert, wird erst mal umgezogen in eine neue, gerade frei gewordene Unterkunft einige 100-1000 m weiter: 8 Pfähle und ein Bambusdach. Und der Höhepunkt: Zweimannzelte mit Matratze, Kopfkissen und Decke.

Doch das Ansiedeln muss noch warten: zwei weitere Vorträge warten nämlich noch sehnsüchtig auf ihre Veröffentlichung.

Flo spricht über Tourismus und Bevölkerungsentwicklung an der ägyptischen Küste, über die Geschichte und Auswirkung. Durch den Tourismus sinkt die Immigrationsrate stark, zude werden die Beduinen extrem verdrängt. Lohnt sich der Tourismus für die Reiseunternehmen nicht mehr, lassen sie alles stehen und liegen und ziehen ins nächste Land.

Daraufhin werde ich überrascht. Meine Wenigkeit erzählt etwas über Mangroven als Ökosystem und über deren Biodiversität. Auf Wunsch der Professoren die Definition einer Mangrove: „ein verholztes Gewächs im hypersalinen Substrat, dauerhaft von Seewasser umgeben und durch das spezialisierte Wurzelsystem mit Sauerstoff verbunden“ (so oder so ähnlich). Mangroven gibt es nur an tropischen Küsten. Zudem haben sie einen speziellen Schutzmechanismus vor der Salinität entwickelt. Des Weiteren bieten sie Schutz für viele Organismen, die dort auch ihren Nachwuchs großziehen. In Ägypten gibt es als einzige Art die Avicennia marina (schwarze Mangrove).

Um 13:00 Uhr gibt es endlich Essen. Nachdem sich jeder mit dem leckeren Beduinenessen vollgemampft hat, machen wir es uns erst einmal häuslich bequem.

Um 14:00 Uhr geht es dann ab zu den Mangroven am Mangrove Channel: sehr übersichtlich das Ganze. Mit der Aufgabe nach Onkoiden zu suchen – runde Kügelchen durch Algen schichtweise aufgebaut – geht es weiter das Watt entlang. Die Motivation ist groß: wer einen findet, bekommt ein Freibier.

Auf dem Weg finden wir noch endobenthische Bakterien, die das Gestein angeknabbert haben und den Sand schwarz färben.

Die Jeeps im Blick, laufen alle an den Onkoiden vorbei – Chance vertan und wieder zurück. Nachdem alle die faszinierenden Kügelchen begutachtet haben, geht es weiter. Noch kurz einen vermeintlich toten Einsiedlerkrebs gerettet und einen letzten Stopp an einem großen Riss mitten im Boden: er öffnete sich 1968 und füllte sich durch Zugang zum Meer mit Wasser. Hier wird sich noch sportlich betätig: Crack-Weitspringen.

Gegen 16:00 Uhr kommen wir bei der Unterkunft an und müssen die Zeit gänzlich ohne Arbeit bis zum Essen um ca. 20:00 Uhr überbrücken.

Der Abend klingt am Lagerfeuer aus, sehr gemütlich mit Bier und Tee.

Gegen 22:00 Uhr sind dann alle völlig geplättet im Bett – die einen unter freiem Himmel, die anderen dann doch lieber sicher verstaut im Zelt.

Dienstag, 6. Oktober 2009

03.10.2009 "Freier Tag"

Tagesprogramm:

18:00 Uhr: Vorstellung der einzelnen Projekte

18:01 Uhr: kompletter Stromausfall im Laguna

18.30 Uhr: alle „guten“ Dinge sind 3 – Stromausfall!

21.00 Uhr: Präsentation Ras Mohammed und Diashow

Wetter: durchgehend sonnig, ca. 32° C, wenig Wind, kaum Wellengang

Gezeiten: Hochwasser: 05:39 Uhr; Niedrigwasser: 11:49 Uhr

Hochwasser: 17:47 Uhr; Niedrigwasser: 23:59 Uhr

Details:

Der freie Tag wurde individuell gestaltet. So kamen die Treppensteiger vom Mount Sinai um 12.00 zurück und wurden von den anderen am Pool begrüßt. Andere gingen früh „schnorcheln“ ;-) in den Islands und im Canyon. Viele gingen auch in die Stadt zum shoppen oder lagen den ganzen Tag nach ausgiebigem Schlaf am Pool.

Präsentationsergebnisse:

Gruppe 1: Papageien-Fische

Die zwei untersuchten Arten unterschieden sich in ihrem Fressverhalten. Dies wurde durch die Bissrate an toten Korallen nachgewiesen. Desweiteren waren die Papageien-Fische am Vormittag sowie am späten Nachmittag am wenigsten aktiv. Zur Veranschaulichung der Bissspuren die die Fische an toten Korallen hinterlassen, reichten sie ein Handstück herum. Das Ergebnis der Untersuchung war für die Gruppenteilnehmer überraschend. Die Themenstellung der Gruppe konnte zur Zufriedenheit der Kommilitonen und der Professoren erläutert werden.

Gruppe 2: Schlangen-Sterne

Ein wesentliches Ergebnis der Untersuchungen der Gruppe, war die Tatsache, dass der tidale Gang sich maßgeblich auf das Verhalten der Schlangen-Sterne niederschlägt. So wird bei einer Wasserhöhe von 6-2cm die Aktivität der Tiere deutlich sichtbar. Ebenfalls konnte herausgefunden werden, dass bei abnehmender Tiefe die Anzahl der nahrungssuchenden Arme zunimmt. Jedoch war die Größe der Tiere von Bedeutung für die gemessene Tiefe.

Gruppe 3: Salinität der Meerentsalzungsanlage

Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Salinität des Wassers sich deutlich in der Riffbeschaffenheit niederschlägt. So wurde eine Todeszone vorgestellt und die gesammelten Wasserproben ausgewertet. Desweiteren wurden Organismen vorgestellt, die mit dem hohen Salzgehalt anscheinend besser zurecht kommen als andere. Zu diesem Zweck wurde eine Zählung anhand von Transecten durchgeführt. Die Vorstellung der Entsalzungsanlage erklärte zudem einige Belange bezüglich der Hygenestandarts des Leitungswassers. ;-)

Gruppe 4: Ausrichtung der Tridacna nach Sonnenlicht

Nach Messung der Orientierung der einzelnen Muscheln zum einfallenden Sonnenlicht in unterschiedlichen Tiefen, ergaben geplottete Datensätze für die Gruppe kein eindeutiges Ergebnis.

Allerdings gab es zu dem Thema auch keine Literatur anhand derer man die Daten vergleichen konnte. Danach kam es zu einer ausführlichen Diskussion mit den Professoren, da die Untersuchungsergebnisse teilweise anders interpretiert wurden. Die Professoren waren der Ansicht das eine weitere Vertiefung der Forschung von Nöten wäre, um eine konkretere Aussage zur Fragestellung zu treffen.

Gruppe 5: Putzerfische

Nach Vorstellung der untersuchten Putzerstationen im Hausriff (Islands/Napoleon Reef) wurde auf die speziellen Eigenschaften der einzelnen Stationen eingegangen. Die Gruppe konnte leider keine signifikanten Unterschiede im Putzverhalten der untersuchten Arten verstellen, da die vorherrschenden Bedingungen sowie die kurze Beobachtungszeit nicht ausreichte um weitere Aussagen zu treffen. Dennoch konnte die Gruppe eine gewisse Abhängigkeit von der Tageszeit und der Aktivität der Putzerfische ausmachen. So putzten die Fische die Papageien-Fische der ersten Gruppe am Vormittag.

Abend:

Prof. Wörheide stellte die Tagesabläufe der nächsten drei Tage in Ras Mohammed vor und ergänzte seine Präsentation durch eine Diashow. Im Anschluss an den Präsentationsmarathon wurde gepackt und geschlafen.

02.10.2009

Tagesprogramm: ~ 9:30 Uhr: Auswertung der einzelnen Projekte

12:30 Uhr: Mittagessen Sarah Village

18:00 Uhr: eigentliche Vorstellung der einzelnen Projekte

18:01 Uhr: kompletter Stromausfall im Laguna

Wetter: durchgehend sonnig, ca. 32° C, wenig Wind, kaum Wellengang

Gezeiten: Hochwasser: 05:11 Uhr; Niedrigwasser: 11:11 Uhr

Hochwasser: 17:19 Uhr; Niedrigwasser: 23:27 Uhr

Details:

Ausarbeitung und Präsentationsvorbereitung der einzelnen Gruppen im DMRC. Einzelne Gruppen gingen auch noch einmal für kurze Schnorchelgänge ins Meer. Die Ausfälle der vergangenen Woche haben sich an diesem Tag auf nur eine Person beschränkt. Im Allgemeinen waren alle Gruppen in die Ausarbeitung und Auswertung ihrer Messergebnisse und Beobachtungen vertieft.

Die geplanten Präsentationen konnten am Abend leider nicht abgehalten werden, da Mohammed den Stecker gezogen hatte. ;-) Der daraus resultierende Stromausfall im kompletten Laguna Village Komplex führte dazu, dass die Präsentationen nach 30min Wartezeit verschoben werden mussten.

Stattdessen entschloss man sich, den Abend gemeinsam im El Mundo ausklingen zu lassen.

Vier Leute der Gruppe entschlossen sich im Anschluss an das ausgiebige Mahl, denn Mount Sinai mit King Safari zu besteigen.

Zitat: „ Verdammt anstrengend, wenn man 3000 Stufen laufen muss, weil das Kamel versagt hat“ (Franziska)

Freitag, 2. Oktober 2009

01.10.2009

Tagesprogramm: ~ 9:30 Uhr: Fortführung der einzelnen Projekte

12:30 Uhr: Mittagessen Sarah Village

18:00 Uhr: kurzes Exkursionsfeedback, Briefing Bergfest, Aperitif im DMRC

19:30 Uhr: BBQ Sarah Village

Wetter: durchgehend sonnig, ca. 32° C, tagsüber starker bis mittelstarker Wind, starker Wellengang

Gezeiten: Hochwasser: 04:40 Uhr; Niedrigwasser: 10:35 Uhr

Hochwasser: 16:50 Uhr; Niedrigwasser: 22:53 Uhr

Details:

Heute wurde der letzte Tag des Projektes vor allem zur Optimierung der Datenlage genutzt. Aufgrund der nahenden Präsentationen stürzten sich alle Gruppen hoch motiviert ins Gelände. Am Abend wurden während des Exkursionsfeedbacks Verbesserungsvorschläge gesammelt. Unter anderem wurde vorgeschlagen Tauchkarten des Riffbereichs Islands auszugeben und für Kleingruppen zur Verständigung ein akustisches Signal einzuführen.

Gruppe 1: Parrotfish

Da das Niedrigwasser auf vormittags um 10:35 Uhr fiel, war eine weitere Datensammlung nicht möglich. Darum wurde die Auswertung mit Dateneingabe und Tabellenerstellung vorgezogen und bereits erste Folien der Präsentation vorbereitet. Weiterhin wurde Literaturrecherche betrieben. Nach dem Mittagessen, gegen 14 Uhr brachen wir auf, ein neues Untersuchungsgebiet zu erkunden. Dieses befindet sich vor dem DMRC. Hier schnorchelten wir entlang des Riffhanges nach Südwesten. Hierbei war auffällig, dass sich wenige Männchen zeigten. Dafür waren viele Weibchen sichtbar, welche allerdings nicht ausgewertet wurden.

Gruppe 2: Intertidalverhalten von Schlangensternen

Die Gruppe 2 startete einen erneuten Anlauf des Tidalversuchs, welcher erste Ergebnisse brachte. Als nächstes wurde ein weiterer Versuch gestartet, welcher eine Reaktion der Invertebraten auf Licht untersuchen sollte, d.h. es wurde Tag und Nacht simuliert. Schließlich wurde mit der Auswertung begonnen.

Gruppe 3: Entsalzungsanlagen

9:00 h Zu Beginn des Tages wurden die Salzgehalte der Proben (gestern im Bereich der Entsalzungsanlage genommen) bestimmt. Der Salzgehalt schwankte in allen Proben leicht um 39 Promille. Die Quantifizierungsmethode zur Bestimmung der Riffschädigung im Bereich der Entsalzungsanlage musste überarbeitet werden. Das Auszählquadrat hat sich für die zur Verfügung stehende Zeit als zu klein herausgestellt. Um Zeit zu sparen werden ab jetzt Organismen die sich in einem Bereich von einem Meter links und rechts vom Schnorchler entfernt befinden gezählt. Dabei werden parallele Traversen senkrecht zur Küste geschnorchelt, die bis zu 40 m auf das Riffdach hinausreichen. Zusätzlich werden im Uferbereich Organismen, die unter größeren Steinen aufhalten gezählt. Hauptsächlich Schlangensterne, Seesterne und Seeigel. 11:00 h Den restlichen Vormittag wurden diese neuen Methoden am Riff vorm Sarah Village getestet und als gut befunden. Tatkräftige Unterstützung bekamen wir durch Olli und Nina, die uns auch den weiteren Tag halfen. Die hier gewonnenen Daten können später mit dem Gebiet der Entsalzungsanlage verglichen werden. 14:15 h Am Nachmittag wurden die neuen zwei Methoden im Bereich der Entsalzungsanlage angewendet. Zu diesem Zeitpunkt gab es erstmalig seit dem Bestehen der Gruppe keine krankheitsbedingten Ausfälle! Es wurden 4 Transekte von jeweils 40 m geschnorchelt. Sie verliefen nördlich, südlich (in Strömungsrichtung) und im Bereich der Wassereinleitung. Dabei stellte sich im direkten Einleitungsbereich der Entsalzungsanlage und in der Strömungsbedingten Fahne im Süden der Anlage eine Verringerung der Seeigelanzahl heraus. Die Untersuchung der Steinunterseiten im Uferbereich erfolgte im Wassereinleitungsbereich und jeweils 50 m südlich und nördlich. Seeigel, Seesterne und Schlangensterne traten dabei vermindert im Einleitungsbereich auf. Abschließend wurden noch weitere Wasserproben zur Salinitätsbestimmung genommen.

Gruppe 4: Tridacna

Forschungsgruppe 4 beobachtete den Tag über die Reaktion von Tridacna auf sich nähernde Gegenstände und Schatten, sowie Licht. Zusätzlich wurde mit der Datenauswertung begonnen und Diagramme erstellt.

Gruppe 5: Putzerfisch

Forschungsgruppe 5 machte sich am Vormittag in Richtung Islands auf und beobachtete dort den gesamten Tag über die Putzerstationen um die Datenlage zu optimieren.

Der Abend

Der Tag fand einen guten Ausklang mit von den Dozenten spendierten J Bier (Bergfest) in geselliger Runde (aber natürlich nur eine Flasche pro Student....) und einem Barbecue im Sarah Village. Eine mehr oder weniger unfreiwillige Abkühlung im Pool rundete das Barbecue ab.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

30.09.2009

Tagesprogramm: 9:00Uhr: Treffpunkt am DMRC

9:30 Uhr: Fortführung der einzelnen Projekte

~ 13:00 Uhr: Mittagessen

~ 17:30 Uhr: Kurze Einweihung des neuen Dive Centers

~ 18:00 Uhr: Meeting zum Verlauf der Projekte

Wetter: durchgehend sonnig, ca. 32° C, tagsüber starker bis mittelstarker Wind

Gezeiten: Hochwasser: 04:04 Uhr; Niedrigwasser: 09:58 Uhr

Hochwasser: 16:17 Uhr; Niedrigwasser: 22:20 Uhr

Details:

Nach einem kurzen Meeting in der früh, in dem die weitere Tagesplanung der Projekte besprochen wurde, gingen die einzelnen Gruppen wieder an die Arbeit, der eine mehr der andere weniger...

Gruppe 1: Parrotfish

Nachdem wir die gesammelten Daten von gestern ausgewertet haben, gingen wir gegen 11:00 Uhr mit dem Abklingen des Niedrigwassers zu den Islands, um weitere Daten zu sammeln. Unter Wasser stellten wir fest, dass vor allem zu dieser Tageszeit Scarus niger und Chlorus sordidus in einer großen Zahl vertreten waren und sich in den Bite rates unterscheiden (Genaueres erst bei der Projektveröffentlichung). Nach dem Mittagessen gingen wir noch zwei weitere Male bei den Islands schnorcheln. Hierbei stellten wir fest, dass gegen 15:00 Uhr noch relativ viele Papageienfische aufzufinden sind und gegen 17:00 Uhr fast keine mehr. Eine Erklärung dazu gibt es auch erst bei der Projektveröffentlichung.

Gruppe 2: Intertidalverhalten von Schlangensternen

Nachdem wir am Vormittag versuchten im Aquarium die Tide für unsere gesammelten Invertebraten nachzustellen, stellten wir fest, dass wir ein entscheidendes Detail übersehen hatten, die Innenraumtemperatur. Infolgedessen waren die Tiere sehr starr und träge und zeigten keinerlei Aktivität. Nach dem Mittagessen schafften wir andere Ausgangsbedingungen, indem wir das Aquarium hinausstellten und den Tidenversuch aufs Neue starteten. Währenddessen begaben wir uns zum Strand, um weitere Objekte zu sammeln, die die natürlichen Umgebungsbedingungen für unsere Versuchstiere verbessern sollten. Nach einem langen harten Tag werden wir den Tidenversuch morgen noch mal Starten um dann hoffentlich einige brauchbare Ergebnisse zu erzielen.

Gruppe 3: Entsalzungsanlagen

Forschungsgruppe 3 startete heute nach kurzer Vorbereitungszeit gegen 10:00 Uhr in Richtung Entsalzungsanlage, um dort weitere Proben zur Auswertung zu nehmen.

Gruppe 4: Tridacna

Forschungsgruppe 4 versuchte dieses mal rund um die Islands weitere größere Tridacna's auszumessen und deren Lage zu bestimmen.

Gruppe 5: Putzerfisch

Forschungsgruppe 5 machte sich am frühen Morgen in Richtung Lagune auf, um dort nach neuen Putzstationen zu suchen, die sie beobachten und analysieren können. Am Nachmittag werteten sie die gesammelten Daten aus.

Nach einem harten langen Tag trafen sich einige auf ein schönes, kühles Sakara bei der kleinen Einweihungsfeier des neuen Dive In Centers. J

Gegen 18:00 Uhr kam es zu einem Abschlussmeeting im DMRC , wo die einzelnen Gruppen ihre erzielten Ergebnisse des Tages kurz präsentierten. Abschließend wurde noch kurz über das weltbekannte Bergfest und das 5-Sterne-BBQ im Sarah Village gesprochen.

29.09.2009

Tagesprogramm: 09:30 Pre-briefing

10:00-12:30 Small group projects

12:30 Lunch

14:00-18:00 Small group projects

18.00 De-briefing

Wetter: sonnig, Höchsttemperatur 29°C, Wassertemperatur 27°C, morgens starker Wind ca. 6 Bft, bis zu 40 cm Wellengang mit Schaumkronen

Gezeiten: high tide: 03:20; low tide: 09:15; high tide: 15:37; low tide: 21:43

Details: Small-Group-Projects

Gruppe 1: Untersuchung des Fressverhaltens von Papageienfischen (Chlorurus sordidus und Scarus niger)

Gruppe 2: Tidales Verhalten von See- und Schlangensternen

Gruppe 3: Auswirkungen der Meerwasserentsalzungsanlage von Dahab auf das angrenzende Riff

Gruppe 4: Orientierung der Tridacna maxima und Tridacna squamosa bei unterschiedlichem Lichteinfall

Gruppe 5: Putzerfische

Nach den zahlreichen Ausfällen am Montag war die Gruppe heute weitgehend wiedervereint. Aufgrund des starken Windes und des Niedrigwassers am frühen Vormittag musste jedoch auf andere Schnorchelplätze für die Projekte ausgewichen werden.

Gruppe 1 zog für die Beobachtung der Papageienfische vormittags in die „Lagune“. Allerdings waren sie dort wenig erfolgreich und entschieden deshalb, den Nachmittag wieder am ursprünglich ausgewählten Beobachtungspunkt, den „Islands“ zu verbringen. Hier waren die Papageienfische deutlich kooperativer und so konnte das Fressverhalten, insbesondere die Anzahl der Bisse, die ein Papageienfisch innerhalb von zwei Minuten an den Korallen knabbert, genauer untersucht werden. Die von den Fischen bevorzugten Korallenarten wurden ebenfalls notiert. Dabei konzentrierte sich die Gruppe auf die beiden Arten Chlorurus sordidus und Scarus niger.

Gruppe 2 konnte vormittags bei Niedrigwasserstand einige Seestern-Vertreter auf dem Riffdach der „Islands“ einsammeln und für die weitere Beobachtung in ein Meerwasseraquarium des DMRC umsiedeln. Nachmittags wurde die Sammlung im Aquarium bei Hochwasserstand nochmals um einige Tiere erweitert. Gesammelt wurden Schlangensterne und kleine Seesterne. Bereits heute wurde festgestellt, dass bei Hochwasser wesentlich mehr Tiere anzutreffen waren, als bei Niedrigwasser.

Gruppe 3 konnte wegen des zu niedrigen Wasserstandes am Vormittag erst ab halb drei mit den Unterwasser-Aktivitäten loslegen und so wurde der Vormittag intensiv mit Literaturrecherche und der Planung der weiteren Vorgehensweise verbracht. Nachmittags wurden direkt vor dem Einlass der Abwässer aus der Entsalzungsanlage sowie seitlich versetzt Transekte gelegt. Entlang dieser wurde in bestimmten Abständen mit Hilfe von Planquadraten die Art aller sessilen Lebensformen aufgenommen. Zusätzlich wurden Wasserproben für Salinitätsmessungen mit einem Salinometer entnommen. Dabei wurde in direkter Nähe zur Einleitung der Abwässer aus der Anlage ein stark erhöhter Salzgehalt von ca. 48‰ gegenüber dem durchschnittlichen Salzgehalt des Roten Meeres von etwa 40-42‰ festgestellt. Durch die Strömung wird diese Schmutzfahne nach Süden entlang der Küste weiterverbreitet, sodass der Salzgehalt nach Süden hin kaum abnimmt, nach Osten zum offenen Meer hin aber langsam geringer wird. Auch nach Norden nimmt der Salzgehalt entlang der Küste langsam ab. Rund um die Einlassstellen der Entsalzungsanlage ist ein weiter Bereich des Riffdachs abgestorben. Dieser Bereich soll in den nächsten beiden Tagen genauer abgegrenzt und die Art des angrenzenden Bewuchses ermittelt werden. Außerdem wurden innerhalb des abgestorbenen Bereichs keinerlei Seeigel gefunden. Eventuell besteht auch hier eine Beziehung zu den erhöhten Salzgehalten.

Gruppe 4 entschied sich ihre Messungen an den Tridacna sp. weiter südlich, in der Bucht von Dahab fort zu setzen. In dem doch sehr vermüllten Küstenabschnitt im Anschluss an die großen Hotels, ließen sich wie auch am Vortag zahlreiche Daten zu Ausrichtung, Größe, dem Untergrund und dem Vorkommensmilieu der Muscheln erfassen. Allerdings fiel auf dass die Individuen deutlich kleiner waren und oft auf sogar losen Korallenblöcken saßen. Ob es eine Vorzugsorientierung oder bevorzugte Ausrichtung gibt, wird sich erst nach der Auswertung zeigen. Am folgenden Tag wird die Datenerfassung weitergeführt werden. Dann auch an den Islands um andere Positionen zu erfassen als lediglich die horizontalen auf dem Riffdach, oder die nach Osten ausgerichteten am Saumriff.

Die letzte Gruppe 5 versuchte mehr über Putzerfische und ihre Putzstationen zu beobachten. Aufgrund des hohen Wellengangs, fand die erste Schnorcheltour an der nördlichen Seite des Sandhaken von El Qura statt. An denen dort vorgelagerten Korallenblöcken auf sandigem Untergrund, lies sich ein Putzer-Paar auffinden. Es gestaltete sich allerdings erneut reichlich schwierig aussagekräftige Beobachtungen zu machen. Der Versuch am Nachmittag von den Islands gen Süden zu schnorcheln, kam für die Gruppe trotz nicht auffindbaren Putzerstationen und einem etwas heiklen Heimweg erfolgreich zu Ende.

Beim De-breefing wurden alle Fortschritte und Probleme der einzelnen Gruppen diskutiert und der weiteren Ablauf der Exkursion geregelt. Unser freier Tag ist somit der Samstag und das Bergfest findet, mit NICHT ägyptischen Bier, am Donnerstag Abend in Verbindung mit Mohamed's BBQ statt.